Dein Körper kennt keinen Unterschied zwischen Lampenfieber und Lebensgefahr
1999, Wiesbaden. Friedrich-von-Tiersch-Saal.
Kundenveranstaltung.
Knapp 2.000 Menschen im Saal.
Ich stehe hinter der Bühne.
Der Auftrag ist riesig.
Ich bin dankbar – und doch kämpft etwas in mir mit Angst.
Vor dem Auftritt.
Hinter der Bühne.
Letzte Instruktionen und Informationen prasseln auf mich ein.
Anspannung.
Gedanken, die kreisen
Und dann dieser Moment:
Der Atem stockt.
Das Herz rast.
Die Worte drohen wegzufallen.
Dann das Signal.
Ich trete hinaus – auf die Bühne, ins Scheinwerferlicht.
Der Raum wird still.
Alle Augen auf mich.
Ich erinnere mich an diesen Moment.
Und ich weiß heute:
Auch wenn jemand in meinem Präsentationstraining zögert – oder im realen Meeting, bei einem Vortrag oder einer Rede, die er halten soll – wenn Unsicherheit oder Peinlichkeit spürbar werden, läuft im Körper dieselbe neurobiologische Dynamik ab.
Das Nervensystem reagiert, als stünde Gefahr bevor. Die Amygdala – das Frühwarnsystem des Gehirns – schlägt Alarm. Der Körper schaltet in Selbstschutz: Herzklopfen, flache Atmung, Muskelspannung. Der Zugriff auf Sprache und Denken verengt sich.
Und genau das ist der Moment, in dem wir glauben, die Worte verloren zu haben. Doch was hier passiert, ist kein Versagen – es ist Biologie. Und sie lässt sich regulieren.
Was in solchen Momenten hilft
🦶 Boden spüren.
Präsenz beginnt in den Füßen.
Spüre den Boden – er trägt dich.
🌬 Tief atmen.
Sanfte Bauchatmung beruhigt dein Nervensystem.
Jeder bewusste Atemzug ist ein Signal: Ich bin sicher.
💬 Innerer Fokus.
Sag dir leise: Ich kann das. Ich schaffe das.
Wiederhole es, bis dein System reagiert.
😊 Lächeln – echt, mit den Augen.
Das aktiviert den Parasympathikus
und dämpft die Alarmreaktion.
👁 Pause. Präsenz. Blickkontakt.
Nimm dir einen Moment, bevor du beginnst.
Schau. Atme. Und dann sprich – bewusst, klar, verbunden.
🎯 Den Einstieg kennen.
Ein sicherer Anfang trägt dich,
auch wenn der Kopf leer ist.
Mein Impuls:
Wenn du spürst, dass der Blackout naht –
geh nicht in den Kopf.
Geh in den Körper.
Atme.
Spüre den Boden.
Und erinnere dich:
Du kannst das.
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Carla Eggen Coaching